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	<title>Kommentare zu: Gemeing&#252;ter-Buch erschienen – Buchvorstellung am Montag</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Von: Zeitschrift Oya widmet sich in ihrer ersten Ausgabe dem Thema „Allmende, Gemeingüter, Commons – Wovon wir alle leben“ &#124; Jenapolis</title>
		<link>http://www.keimform.de/2009/03/20/gemeingueter-buch-erschienen/#comment-17860</link>
		<dc:creator>Zeitschrift Oya widmet sich in ihrer ersten Ausgabe dem Thema „Allmende, Gemeingüter, Commons – Wovon wir alle leben“ &#124; Jenapolis</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 12:10:33 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Gemeing&#252;ter-Buch f&#252;r Begeisterung oder auch (bei Reinhard B&#252;tikofer) f&#252;r Irritationen sorgte, wirbt daf&#252;r, Freiheit und Verbundenheit nicht als Gegensatz zu betrachten (S. 24ff). [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Gemeing&#252;ter-Buch f&#252;r Begeisterung oder auch (bei Reinhard B&#252;tikofer) f&#252;r Irritationen sorgte, wirbt daf&#252;r, Freiheit und Verbundenheit nicht als Gegensatz zu betrachten (S. 24ff). [...]</p>
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		<title>Von: Oya: Wovon wir alle leben &#124; Gemeingüter</title>
		<link>http://www.keimform.de/2009/03/20/gemeingueter-buch-erschienen/#comment-17857</link>
		<dc:creator>Oya: Wovon wir alle leben &#124; Gemeingüter</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 08:41:34 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Gemeing&#252;ter-Buch f&#252;r Begeisterung oder auch (bei Reinhard B&#252;tikofer) f&#252;r Irritationen sorgte, wirbt daf&#252;r, Freiheit und Verbundenheit nicht als Gegensatz zu betrachten (S. 24ff). [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Gemeing&#252;ter-Buch f&#252;r Begeisterung oder auch (bei Reinhard B&#252;tikofer) f&#252;r Irritationen sorgte, wirbt daf&#252;r, Freiheit und Verbundenheit nicht als Gegensatz zu betrachten (S. 24ff). [...]</p>
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		<title>Von: Oya: Wovon wir alle leben &#8212; keimform.de</title>
		<link>http://www.keimform.de/2009/03/20/gemeingueter-buch-erschienen/#comment-17850</link>
		<dc:creator>Oya: Wovon wir alle leben &#8212; keimform.de</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 21:05:45 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Silkes Gemeing&#252;ter-Buch f&#252;r Begeisterung oder auch (bei Reinhard B&#252;tikofer) f&#252;r Irritationen sorgte, wirbt daf&#252;r, Freiheit und Verbundenheit nicht als Gegensatz zu betrachten (S. 24ff). [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Silkes Gemeing&#252;ter-Buch f&#252;r Begeisterung oder auch (bei Reinhard B&#252;tikofer) f&#252;r Irritationen sorgte, wirbt daf&#252;r, Freiheit und Verbundenheit nicht als Gegensatz zu betrachten (S. 24ff). [...]</p>
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		<title>Von: Christian Siefkes</title>
		<link>http://www.keimform.de/2009/03/20/gemeingueter-buch-erschienen/#comment-16890</link>
		<dc:creator>Christian Siefkes</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 13:23:05 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Silke vermeldet gerade, dass die ersten 1000 Exemplare des Buchs schon verkauft wurden :-)&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Silke vermeldet gerade, dass die ersten 1000 Exemplare des Buchs schon verkauft wurden <img src='http://www.keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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	<item>
		<title>Von: Christian Siefkes</title>
		<link>http://www.keimform.de/2009/03/20/gemeingueter-buch-erschienen/#comment-16449</link>
		<dc:creator>Christian Siefkes</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 19:40:25 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;In der &lt;em&gt;Zeit&lt;/em&gt; ist jetzt eine Rezension des Buchs erschienen: &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/2009/30/L-Commons&quot;&gt;Ubuntu hei&#223;t Gemeinsinn&lt;/a&gt; (via &lt;a href=&quot;http://commonsblog.wordpress.com/2009/07/19/kommt-zeit-kommt-rat/&quot;&gt;CommonsBlog&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In der <em>Zeit</em> ist jetzt eine Rezension des Buchs erschienen: <a href="http://www.zeit.de/2009/30/L-Commons">Ubuntu hei&#223;t Gemeinsinn</a> (via <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2009/07/19/kommt-zeit-kommt-rat/">CommonsBlog</a>).</p>
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		<title>Von: Dossier on the commons &#8212; keimform.de</title>
		<link>http://www.keimform.de/2009/03/20/gemeingueter-buch-erschienen/#comment-16290</link>
		<dc:creator>Dossier on the commons &#8212; keimform.de</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 16:04:54 +0000</pubDate>
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		<description>[...] commons. The dossier contains a number of articles that were published in German language in the commons book compiled by Silke Helfrich (founder of the well-known German CommonsBlog). I’ve contributed an [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] commons. The dossier contains a number of articles that were published in German language in the commons book compiled by Silke Helfrich (founder of the well-known German CommonsBlog). I’ve contributed an [...]</p>
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		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://www.keimform.de/2009/03/20/gemeingueter-buch-erschienen/#comment-15960</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 18:24:14 +0000</pubDate>
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		<description>Danke f&#252;r den Hinweis! Robert Zion will offenbar den Gr&#252;nen ein wenig von dem fr&#252;heren Mut zur&#252;ckgeben. Aber ob jemand, der Willy Brandt als sein Vorbild nennt, seine Party zu dem radikalen Schritt bewegen will, sich von der Agenda 2010 abzuwenden und von dem &lt;a href=&quot;http://www.focus.de/politik/deutschland/robert-zion_aid_133042.html&quot;&gt; Focus online sichtlich angetan ist &lt;/a&gt;, es wirklich ernst meint mit der Abschaffung des Kapitalismus? Ich wei&#223; nicht so recht ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r den Hinweis! Robert Zion will offenbar den Gr&#252;nen ein wenig von dem fr&#252;heren Mut zur&#252;ckgeben. Aber ob jemand, der Willy Brandt als sein Vorbild nennt, seine Party zu dem radikalen Schritt bewegen will, sich von der Agenda 2010 abzuwenden und von dem <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/robert-zion_aid_133042.html"> Focus online sichtlich angetan ist </a>, es wirklich ernst meint mit der Abschaffung des Kapitalismus? Ich wei&#223; nicht so recht &#8230;</p>
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		<title>Von: benni</title>
		<link>http://www.keimform.de/2009/03/20/gemeingueter-buch-erschienen/#comment-15957</link>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 19:40:05 +0000</pubDate>
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		<description>@Martin: Naja, da sollte man wirklich nicht verallgemeinern. Die Gr&#252;nen bringen auch sowas hervor: http://www.robert-zion.de/downloads/Freitag_15_03_09.pdf</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Martin: Naja, da sollte man wirklich nicht verallgemeinern. Die Gr&#252;nen bringen auch sowas hervor: <a href="http://www.robert-zion.de/downloads/Freitag_15_03_09.pdf" rel="nofollow"></a><a href='http://www.robert-zion.de/downloads/Freitag_15_03_09.pdf'>http://www.robert-zion.de/downloads/Freitag_15_03_09.pdf</a></p>
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	<item>
		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://www.keimform.de/2009/03/20/gemeingueter-buch-erschienen/#comment-15956</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 18:25:12 +0000</pubDate>
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		<description>Lustig! Dieser B&#252;tikofer scheint ja ein Gartennazi zu sein, wie sie die Deutschen gern haben (das ist Lady Bitch Rays wunderbarer Ausdruck f&#252;r &quot;Spie&#223;er&quot;). Kaum wittert er, der sich selbst ohne Zweifel (wie alle Gr&#252;nen) f&#252;r das Progressivste und Emanzipierteste &#252;berhaupt h&#228;lt, dass jemand mehr will und im Denken ein bisschen weiter geht als er, verliert er v&#246;llig die Haltung. Habe selbst &#196;hnliches in meinem Bekanntenkreis erlebt. Wenn man es wagt, mal den Kapitalismus (und sei&#039;s nur f&#252;r eine Sekunde) f&#252;r ein historisches, kein &#252;berhistorisches F&#252;r-immer-Ph&#228;nomen zu halten, gehn sie mit Z&#228;hnen und Klauen auf einen los.

Aber solche Panikreaktionen sind auch ein Zeichen f&#252;r das Ende einer Denkbewegung. Die Gr&#252;nen sind heute - mehr als die SPD, die leider durchaus ein Revival erleben k&#246;nnte - am Ende. Was sollen sie noch bringen - nachdem sie sich allzu schnell allzu gr&#252;ndlich den M&#228;chtigen angebiedert haben und dann selbst zu M&#228;chtigen wurden, und jetzt das einzige, was sie noch konnten (in progressiver Sprachwahl Wirtschaftsliberalismus anzupreisen und l&#228;ngst widerlegte Wunderm&#228;rchen &#252;ber den Kapitalismus im &#214;kogewand zu verkaufen), schlagartig - der Krise sei dank - nicht mehr gefragt ist?

Gemein eigentlich: Der Kapitalismus, an dessen Heilbarkeit und Vereinbarkeit mit dem emanzipatorischen Projekt sie so fest glaubten wie sonst niemand (selbst die Konservativen nicht, die haben das ja gar nicht n&#246;tig, die wissen worum es ihnen geht), ist ihnen in den R&#252;cken gefallen. Was er jetzt grade anstellt, macht dem letzten D&#246;fchen klar, dass &quot;Vorw&#228;rts mit dem Markt&quot;-Parolen der Vergangenheit angeh&#246;ren.

Und damit auch die Gr&#252;nen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lustig! Dieser B&#252;tikofer scheint ja ein Gartennazi zu sein, wie sie die Deutschen gern haben (das ist Lady Bitch Rays wunderbarer Ausdruck f&#252;r &#8220;Spie&#223;er&#8221;). Kaum wittert er, der sich selbst ohne Zweifel (wie alle Gr&#252;nen) f&#252;r das Progressivste und Emanzipierteste &#252;berhaupt h&#228;lt, dass jemand mehr will und im Denken ein bisschen weiter geht als er, verliert er v&#246;llig die Haltung. Habe selbst &#196;hnliches in meinem Bekanntenkreis erlebt. Wenn man es wagt, mal den Kapitalismus (und sei&#8217;s nur f&#252;r eine Sekunde) f&#252;r ein historisches, kein &#252;berhistorisches F&#252;r-immer-Ph&#228;nomen zu halten, gehn sie mit Z&#228;hnen und Klauen auf einen los.</p>
<p>Aber solche Panikreaktionen sind auch ein Zeichen f&#252;r das Ende einer Denkbewegung. Die Gr&#252;nen sind heute &#8211; mehr als die SPD, die leider durchaus ein Revival erleben k&#246;nnte &#8211; am Ende. Was sollen sie noch bringen &#8211; nachdem sie sich allzu schnell allzu gr&#252;ndlich den M&#228;chtigen angebiedert haben und dann selbst zu M&#228;chtigen wurden, und jetzt das einzige, was sie noch konnten (in progressiver Sprachwahl Wirtschaftsliberalismus anzupreisen und l&#228;ngst widerlegte Wunderm&#228;rchen &#252;ber den Kapitalismus im &#214;kogewand zu verkaufen), schlagartig &#8211; der Krise sei dank &#8211; nicht mehr gefragt ist?</p>
<p>Gemein eigentlich: Der Kapitalismus, an dessen Heilbarkeit und Vereinbarkeit mit dem emanzipatorischen Projekt sie so fest glaubten wie sonst niemand (selbst die Konservativen nicht, die haben das ja gar nicht n&#246;tig, die wissen worum es ihnen geht), ist ihnen in den R&#252;cken gefallen. Was er jetzt grade anstellt, macht dem letzten D&#246;fchen klar, dass &#8220;Vorw&#228;rts mit dem Markt&#8221;-Parolen der Vergangenheit angeh&#246;ren.</p>
<p>Und damit auch die Gr&#252;nen.</p>
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		<title>Von: Christian Siefkes</title>
		<link>http://www.keimform.de/2009/03/20/gemeingueter-buch-erschienen/#comment-15954</link>
		<dc:creator>Christian Siefkes</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 10:59:59 +0000</pubDate>
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		<description>@Martin: Autoren waren nicht allzu viele da, jedenfalls noch Catharina Maracke und John Hendrik Weitzmann (die &#252;ber Creative Commons geschrieben haben) und Petra Buhr (&#252;ber die Wissensallmende). Insgesamt war die Buchvorstellung ganz gut besucht (ca. 50 Leute?) und jedenfalls sehr unterhaltsam, weil es einen ziemlichen Clash auf dem Podium gab.

Nach Silke, die einen sehr sch&#246;nen Vortrag &#252;ber das Konzept der Commons gehalten hat, gab es dann n&#228;mlich eine absolut enthusiastische Rede von &lt;a class=&quot;reference&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Weber_(Autor)&quot;&gt;Andreas Weber&lt;/a&gt;. Der hat ein Buch namens &lt;a class=&quot;reference&quot; href=&quot;http://commonsblog.wordpress.com/2009/03/02/commons-eine-politik-des-lebens/&quot;&gt;»Biokapital. Die Vers&#246;hnung von &#214;konomie, Natur und Menschlichkeit«&lt;/a&gt; geschrieben und kann also schwerlich antikapitalistischer Umtriebe verd&#228;chtigt werden, aber dieser gesammelte Enthusiasmus f&#252;r ein Paradigma, dass sich der &#252;blichen Einteilung in »Der Markt wird’s schon richten« oder »Der Staat muss es richten« verweigert, ging &lt;a class=&quot;reference&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_B&#252;tikofer&quot;&gt;Reinhard B&#252;tikofer&lt;/a&gt;, Ex-Bundesvorsitzender der Gr&#252;nen, offensichtlich gewaltig gegen den Strich. Der sprach dann von »antiliberalen Diskursen«, die immer in Krisenzeiten hochkommen w&#252;rden und in den 30er Jahren schon sehr bedeutend wurden, damals in 3 Auspr&#228;gungen: Faschismus, Stalinismus und Roosevelts New Deal. Seine Botschaft sollte wohl sein, dass damals nur der sozialdemokratische New Deal, der in die Marktlogik eingebunden war und sie in keiner Weise in Frage stellte, ein akzeptabler »antiliberaler Diskurs« war. Dementsprechend verlangte er vom Commons-Diskurs, dass er sich auch brav zum Markt bekenne m&#252;sse. Wie er &#252;berhaupt darauf kam, den Commons-Diskurs als »antiliberal« einzustufen, ist mir nicht ganz klar – vermutlich v.a. weil er das Privateigentum, die h&#246;chste Freiheit des Liberalen, nicht als absolut heilig anerkennt.

In bester Kalter-Kriegs-Logik unterstellte er dann, dass jede Ablehnung oder Relativierung des Markts vermutlich zu Staatssozialismus, Zentralplanung oder Schlimmerem f&#252;hren w&#252;rde, und war sich nicht zu bl&#246;d, daf&#252;r neben Stalin und den Nazis auch die &lt;a class=&quot;reference&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Khmer&quot;&gt;Roten Khmer&lt;/a&gt; als Beispiel heranzuziehen. Schon interessant, wie der Commons-Diskurs mit seiner Zur&#252;ckweisung der &#252;blichen Markt-vs.-Staat-Logik hier zu geradezu hysterischen Reaktionen f&#252;hrte.

Ich hab dann in der Diskussion darauf hingewiesen, dass erstens das interessante an commonsbasierter Peer-Produktion ja gerade ist, dass es sich um eine &lt;em&gt;dritte&lt;/em&gt; Produktionsweise handelt, jenseits der klassischen Zweiteilung von Marktproduktion vs. geplanter Produktion. Und zweitens, dass commonsbasierte Produktionsformen ja sehr viel &#228;lter sind als der kapitalistische Markt und dass man davon ausgehen kann, dass sie auch dann noch existieren werden, wenn der Kapitalismus l&#228;ngst wieder Geschichte ist. Das wird ihn nicht beruhigt haben, aber was soll’s.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Martin: Autoren waren nicht allzu viele da, jedenfalls noch Catharina Maracke und John Hendrik Weitzmann (die &#252;ber Creative Commons geschrieben haben) und Petra Buhr (&#252;ber die Wissensallmende). Insgesamt war die Buchvorstellung ganz gut besucht (ca. 50 Leute?) und jedenfalls sehr unterhaltsam, weil es einen ziemlichen Clash auf dem Podium gab.</p>
<p>Nach Silke, die einen sehr sch&#246;nen Vortrag &#252;ber das Konzept der Commons gehalten hat, gab es dann n&#228;mlich eine absolut enthusiastische Rede von <a class="reference" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Weber_(Autor)">Andreas Weber</a>. Der hat ein Buch namens <a class="reference" href="http://commonsblog.wordpress.com/2009/03/02/commons-eine-politik-des-lebens/">»Biokapital. Die Vers&#246;hnung von &#214;konomie, Natur und Menschlichkeit«</a> geschrieben und kann also schwerlich antikapitalistischer Umtriebe verd&#228;chtigt werden, aber dieser gesammelte Enthusiasmus f&#252;r ein Paradigma, dass sich der &#252;blichen Einteilung in »Der Markt wird’s schon richten« oder »Der Staat muss es richten« verweigert, ging <a class="reference" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_B&#252;tikofer">Reinhard B&#252;tikofer</a>, Ex-Bundesvorsitzender der Gr&#252;nen, offensichtlich gewaltig gegen den Strich. Der sprach dann von »antiliberalen Diskursen«, die immer in Krisenzeiten hochkommen w&#252;rden und in den 30er Jahren schon sehr bedeutend wurden, damals in 3 Auspr&#228;gungen: Faschismus, Stalinismus und Roosevelts New Deal. Seine Botschaft sollte wohl sein, dass damals nur der sozialdemokratische New Deal, der in die Marktlogik eingebunden war und sie in keiner Weise in Frage stellte, ein akzeptabler »antiliberaler Diskurs« war. Dementsprechend verlangte er vom Commons-Diskurs, dass er sich auch brav zum Markt bekenne m&#252;sse. Wie er &#252;berhaupt darauf kam, den Commons-Diskurs als »antiliberal« einzustufen, ist mir nicht ganz klar – vermutlich v.a. weil er das Privateigentum, die h&#246;chste Freiheit des Liberalen, nicht als absolut heilig anerkennt.</p>
<p>In bester Kalter-Kriegs-Logik unterstellte er dann, dass jede Ablehnung oder Relativierung des Markts vermutlich zu Staatssozialismus, Zentralplanung oder Schlimmerem f&#252;hren w&#252;rde, und war sich nicht zu bl&#246;d, daf&#252;r neben Stalin und den Nazis auch die <a class="reference" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Khmer">Roten Khmer</a> als Beispiel heranzuziehen. Schon interessant, wie der Commons-Diskurs mit seiner Zur&#252;ckweisung der &#252;blichen Markt-vs.-Staat-Logik hier zu geradezu hysterischen Reaktionen f&#252;hrte.</p>
<p>Ich hab dann in der Diskussion darauf hingewiesen, dass erstens das interessante an commonsbasierter Peer-Produktion ja gerade ist, dass es sich um eine <em>dritte</em> Produktionsweise handelt, jenseits der klassischen Zweiteilung von Marktproduktion vs. geplanter Produktion. Und zweitens, dass commonsbasierte Produktionsformen ja sehr viel &#228;lter sind als der kapitalistische Markt und dass man davon ausgehen kann, dass sie auch dann noch existieren werden, wenn der Kapitalismus l&#228;ngst wieder Geschichte ist. Das wird ihn nicht beruhigt haben, aber was soll’s.</p>
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