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	<title>Kommentare zu: Freie Software als des Staates Helfer</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Von: Studie: Linux-Desktops im Unternehmen &#8212; keimform.de</title>
		<link>http://www.keimform.de/2009/06/16/freie-software-als-des-staates-helfer/#comment-16509</link>
		<dc:creator>Studie: Linux-Desktops im Unternehmen &#8212; keimform.de</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 05:26:38 +0000</pubDate>
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		<description>[...] st&#228;rker. Das gilt nicht nur f&#252;r Unternehmen, sondern gerade auch f&#252;r den Staat. Vielleicht ist es schlie&#223;lich der kommerzielle Einsatz, der Freier Software allgemein auch [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] st&#228;rker. Das gilt nicht nur f&#252;r Unternehmen, sondern gerade auch f&#252;r den Staat. Vielleicht ist es schlie&#223;lich der kommerzielle Einsatz, der Freier Software allgemein auch [...]</p>
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		<title>Von: Samson</title>
		<link>http://www.keimform.de/2009/06/16/freie-software-als-des-staates-helfer/#comment-16320</link>
		<dc:creator>Samson</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 20:08:34 +0000</pubDate>
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		<description>Ich halte schon die Definition an sich f&#252;r einigerma&#223;en kurios, der Staat m&#252;sse &#252;ber Partikularinteressen stehen. Empirisch l&#228;sst sich doch eher das Gegenteil nachweisen (nicht erst wenn der Staat Auftr&#228;ge an private Firmen vergibt oder mit Steuergeldern f&#252;r Banken b&#252;rgt).
Indem der Staat qua Gewaltmonopol das Privateigentum garantiert und im Zweifelsfall eben damit daf&#252;r sorgt, dass es in jedem Fall dabei bleibt, &lt;em&gt;schafft&lt;/em&gt; er doch (analytisch betrachtet) erst Partikularinteressen. Das &#039;&#252;bergeordnete&#039; Staatsinteresse besteht doch gerade darin, dass die Individuen ihre Partikularinteressen verfolgen und zwecks deren Durchsetzung gegeneinander konkurrieren. Dar&#252;ber hinaus konkurriert er zu eben diesen Zwecken mit seinesgleichen und behandelt spezifische Partikularinteressen gesondert, indem er sie zum Anliegen von &#039;Gemeinwohl&#039; macht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich halte schon die Definition an sich f&#252;r einigerma&#223;en kurios, der Staat m&#252;sse &#252;ber Partikularinteressen stehen. Empirisch l&#228;sst sich doch eher das Gegenteil nachweisen (nicht erst wenn der Staat Auftr&#228;ge an private Firmen vergibt oder mit Steuergeldern f&#252;r Banken b&#252;rgt).<br />
Indem der Staat qua Gewaltmonopol das Privateigentum garantiert und im Zweifelsfall eben damit daf&#252;r sorgt, dass es in jedem Fall dabei bleibt, <em>schafft</em> er doch (analytisch betrachtet) erst Partikularinteressen. Das &#8216;&#252;bergeordnete&#8217; Staatsinteresse besteht doch gerade darin, dass die Individuen ihre Partikularinteressen verfolgen und zwecks deren Durchsetzung gegeneinander konkurrieren. Dar&#252;ber hinaus konkurriert er zu eben diesen Zwecken mit seinesgleichen und behandelt spezifische Partikularinteressen gesondert, indem er sie zum Anliegen von &#8216;Gemeinwohl&#8217; macht.</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://www.keimform.de/2009/06/16/freie-software-als-des-staates-helfer/#comment-16317</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 10:25:36 +0000</pubDate>
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		<description>Dass der demokratische Staat ohne Freie Software nicht existieren k&#246;nnte, ist nat&#252;rlich Unsinn - die &quot;Partikularinteressen&quot; st&#246;ren ja auch sonst nicht, wenn man privaten Unternehmen &#246;ffentliche Aufgaben anvertraut. Das ist auch nichts Neues, wenn man an die entscheidende Rolle der R&#252;stungsindustrie seit Ende des 19. Jahrhunderts denkt.
Interessanter finde ich die Kritik, dass man im politischen Teil der FS-Bewegung manchmal glaubt, ein zukunftsweisendes Rezept zu haben, und daher auf linke Konzepte generell (nicht nur auf den &quot;Klassenkampfismus&quot;, bei dem das vielleicht ganz gut ist) verzichten zu k&#246;nnen glaubt (vgl. z.B. Stefan Mertens, der eine rein technologische L&#246;sung propagiert). Also: Die Freie-Software-Bewegung hat ein gewisses Potential der Entpolitisierung, &lt;em&gt;gerade weil sie sich als technologische Avantgarde empfindet.&lt;/em&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dass der demokratische Staat ohne Freie Software nicht existieren k&#246;nnte, ist nat&#252;rlich Unsinn &#8211; die &#8220;Partikularinteressen&#8221; st&#246;ren ja auch sonst nicht, wenn man privaten Unternehmen &#246;ffentliche Aufgaben anvertraut. Das ist auch nichts Neues, wenn man an die entscheidende Rolle der R&#252;stungsindustrie seit Ende des 19. Jahrhunderts denkt.<br />
Interessanter finde ich die Kritik, dass man im politischen Teil der FS-Bewegung manchmal glaubt, ein zukunftsweisendes Rezept zu haben, und daher auf linke Konzepte generell (nicht nur auf den &#8220;Klassenkampfismus&#8221;, bei dem das vielleicht ganz gut ist) verzichten zu k&#246;nnen glaubt (vgl. z.B. Stefan Mertens, der eine rein technologische L&#246;sung propagiert). Also: Die Freie-Software-Bewegung hat ein gewisses Potential der Entpolitisierung, <em>gerade weil sie sich als technologische Avantgarde empfindet.</em></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: benni</title>
		<link>http://www.keimform.de/2009/06/16/freie-software-als-des-staates-helfer/#comment-16310</link>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 08:22:44 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;@Stefan: &quot;Besitz&quot; enth&#228;lt nicht die von Silke gewollte Geimwohlorientierung. Das Problem mit dem &quot;Gemeinwohl&quot; ist halt immer, dass niemand so genau weiss was das ist und sich aber immer jemand findet der meint es anderen sagen zu k&#246;nnen.&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Stefan: &#8220;Besitz&#8221; enth&#228;lt nicht die von Silke gewollte Geimwohlorientierung. Das Problem mit dem &#8220;Gemeinwohl&#8221; ist halt immer, dass niemand so genau weiss was das ist und sich aber immer jemand findet der meint es anderen sagen zu k&#246;nnen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://www.keimform.de/2009/06/16/freie-software-als-des-staates-helfer/#comment-16309</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 07:47:47 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;@Silke:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Mit “Besitz” kommen wir da auch nicht viel weiter.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Warum nicht?&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Silke:</p>
<blockquote>
<p>Mit “Besitz” kommen wir da auch nicht viel weiter.</p>
</blockquote>
<p>Warum nicht?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Silke Helfrich</title>
		<link>http://www.keimform.de/2009/06/16/freie-software-als-des-staates-helfer/#comment-16308</link>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 07:13:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=1633#comment-16308</guid>
		<description>Wer den Begriff &quot;Eigentumsrecht&quot; so holzschnittartig verwendet, kommt ohnehin nicht weiter. Engemann schreibt, als g&#228;be es nur zwei Optionen: Eigentum ja oder nein. Es ist aber die Frage, welche konkreten Zugangs-/ Nutzungs-/Entnahme-/Ver&#228;usserungsrechte jemand individuell erhalten darf oder - im Interesse des Gemeinwohls- verweigert bekommt. Da geht es um neue Grenzziehungen. Diese neuen Grenzziehungen k&#246;nnen durchaus aus dem System heraus die Grenzen desselben sprengen, weil sie auf einen anderen Zweck ausgerichtet sind. Statt dem &quot;Zusammenschlie&#223;en der Widerspr&#252;che des Kapitalismus auf h&#246;herem Niveau&quot; wird zum Beispiel die Sph&#228;re gemeing&#252;terbasierten Wirtschaftens erweitert und damit kapitalistische Verwertung entzogen.
Manchmal denk ich, wir brauchen nicht nur eine Diskussion um das Aufbrechen und die Neuausrichtung des liberalen Eigentumsbegriff (konkret: um die Abschaffung absoluter Verf&#252;gung &#252;ber Dinge, die allen zustehen), sondern auch einen neuen Terminus, f&#252;r &quot;Eigentumsrechte&quot;, die auf das Gemeinwohl gerichtet sind. Mit &quot;Besitz&quot; kommen wir da auch nicht viel weiter. So jedenfalls mein Eindruck.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wer den Begriff &#8220;Eigentumsrecht&#8221; so holzschnittartig verwendet, kommt ohnehin nicht weiter. Engemann schreibt, als g&#228;be es nur zwei Optionen: Eigentum ja oder nein. Es ist aber die Frage, welche konkreten Zugangs-/ Nutzungs-/Entnahme-/Ver&#228;usserungsrechte jemand individuell erhalten darf oder &#8211; im Interesse des Gemeinwohls- verweigert bekommt. Da geht es um neue Grenzziehungen. Diese neuen Grenzziehungen k&#246;nnen durchaus aus dem System heraus die Grenzen desselben sprengen, weil sie auf einen anderen Zweck ausgerichtet sind. Statt dem &#8220;Zusammenschlie&#223;en der Widerspr&#252;che des Kapitalismus auf h&#246;herem Niveau&#8221; wird zum Beispiel die Sph&#228;re gemeing&#252;terbasierten Wirtschaftens erweitert und damit kapitalistische Verwertung entzogen.<br />
Manchmal denk ich, wir brauchen nicht nur eine Diskussion um das Aufbrechen und die Neuausrichtung des liberalen Eigentumsbegriff (konkret: um die Abschaffung absoluter Verf&#252;gung &#252;ber Dinge, die allen zustehen), sondern auch einen neuen Terminus, f&#252;r &#8220;Eigentumsrechte&#8221;, die auf das Gemeinwohl gerichtet sind. Mit &#8220;Besitz&#8221; kommen wir da auch nicht viel weiter. So jedenfalls mein Eindruck.</p>
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