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	<title>Kommentare zu: Welche Uni?</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Von: Franz Nahrada</title>
		<link>http://www.keimform.de/2009/11/13/welche-uni/#comment-16978</link>
		<dc:creator>Franz Nahrada</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 16:51:51 +0000</pubDate>
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		<description>Ich kann die Position von Robert Kurz absolut nicht nachvollziehen. Abgesehen davon, dass Robert Kurz offensichtlich keine wirkliche Ahnung davon zu haben scheint, worum es bei Solidarischer &#214;konomie geht - es geht n&#228;mlich gerade darum, regionale Vergesellschaftungszusammenh&#228;nge aufzubauen, die sich zunehmend gegen die Krisenbedingungen immunisieren und durch kooperative Kreislaufschl&#252;sse die Partikularit&#228;t gerade aufzuheben, was n&#228;mlich erst in Verbindung mit den von ihm geschm&#228;hten Partizipationsweisen m&#246;glich sein wird - also abgesehen davon ist es wirklich Zeit, ihm einmal klar zu machen, dass der &quot;kapitalistische Vergesellschaftungszusammenhang&quot; wie er leibt und lebt, also die irrationale globale Gesamtfabrik, schlechterdings nicht begreifbar, nicht beherrschbar und nicht kontrollierbar ist. Es muss endlich einmal gesagt werden, dass eine wie immer geartete Sozialismusperspektive ohne die Herstellung durchsichtiger, transparenter und fairer Regionalzusammenh&#228;nge eine absolute Chim&#228;re ist, eine traumt&#228;nzerische Hoffnung die uns vom Wesentlichen abh&#228;lt.

Die regionale Vergesellschaftung ist nat&#252;rlich eine &#252;berregionale Entgesellschaftung.

In der Bilanz ist es eine Entgesellschaftung, die beitragen soll, die von der artefiziellen und irrationalen globalen Vergesellschaftung verhinderte lokale, jeweils noch sinnvolle, Vergesellschaftung &#039;autonomer&#039; Produzenten wieder m&#246;glich zu machen.

Robert Kurz sollte sich mal wirklich entscheiden, was er denn eigentlich will. St&#228;ndig den Zusammenbruch des Kapitalismus zu beschw&#246;ren ist mittlerweile ziemlich abgeschmackt. Der kommt so sicher wie das Amen im Gebet. Vielleicht kommt es daher, da&#223; er alle theoretische &#196;u&#223;erungen wie weiland die MG f&#252;r ein Mittel zur Herbeif&#252;hrung von Aktion h&#228;lt und gar nicht auf die Idee kommt, da&#223; jemand nachdenkt, weils ein Problem zu l&#246;sen gibt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann die Position von Robert Kurz absolut nicht nachvollziehen. Abgesehen davon, dass Robert Kurz offensichtlich keine wirkliche Ahnung davon zu haben scheint, worum es bei Solidarischer &#214;konomie geht &#8211; es geht n&#228;mlich gerade darum, regionale Vergesellschaftungszusammenh&#228;nge aufzubauen, die sich zunehmend gegen die Krisenbedingungen immunisieren und durch kooperative Kreislaufschl&#252;sse die Partikularit&#228;t gerade aufzuheben, was n&#228;mlich erst in Verbindung mit den von ihm geschm&#228;hten Partizipationsweisen m&#246;glich sein wird &#8211; also abgesehen davon ist es wirklich Zeit, ihm einmal klar zu machen, dass der &#8220;kapitalistische Vergesellschaftungszusammenhang&#8221; wie er leibt und lebt, also die irrationale globale Gesamtfabrik, schlechterdings nicht begreifbar, nicht beherrschbar und nicht kontrollierbar ist. Es muss endlich einmal gesagt werden, dass eine wie immer geartete Sozialismusperspektive ohne die Herstellung durchsichtiger, transparenter und fairer Regionalzusammenh&#228;nge eine absolute Chim&#228;re ist, eine traumt&#228;nzerische Hoffnung die uns vom Wesentlichen abh&#228;lt.</p>
<p>Die regionale Vergesellschaftung ist nat&#252;rlich eine &#252;berregionale Entgesellschaftung.</p>
<p>In der Bilanz ist es eine Entgesellschaftung, die beitragen soll, die von der artefiziellen und irrationalen globalen Vergesellschaftung verhinderte lokale, jeweils noch sinnvolle, Vergesellschaftung &#8216;autonomer&#8217; Produzenten wieder m&#246;glich zu machen.</p>
<p>Robert Kurz sollte sich mal wirklich entscheiden, was er denn eigentlich will. St&#228;ndig den Zusammenbruch des Kapitalismus zu beschw&#246;ren ist mittlerweile ziemlich abgeschmackt. Der kommt so sicher wie das Amen im Gebet. Vielleicht kommt es daher, da&#223; er alle theoretische &#196;u&#223;erungen wie weiland die MG f&#252;r ein Mittel zur Herbeif&#252;hrung von Aktion h&#228;lt und gar nicht auf die Idee kommt, da&#223; jemand nachdenkt, weils ein Problem zu l&#246;sen gibt.</p>
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		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://www.keimform.de/2009/11/13/welche-uni/#comment-16955</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 11:21:26 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;@Retep: Die Skepsis von R. Kurz kann ich nachvollziehen. Gleichwohl bleibt uns nichts anderes &#252;brig als uns in die praktischen Auseinandersetzungen zu begeben und waren- und wertkritische Positionen zur Geltung zu bringen. Dass dies nicht so fruchtlos ist, zeigt aus meiner Sicht &lt;a href=&quot;../../../09/22/halbinseln-gegen-den-strom/&quot;&gt;Friederike Habermann in ihrem Buch&lt;/a&gt;. F&#252;r jegliche Formen der Glorifizierung ist allerdings kein Platz. Aber muss ja auch nicht sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Inhaltlich falsch finde ich die Aussage, dass es eine Illusion sei, &#252;ber »&#039;andere&#039; Produktions- und Lebensweisen auf der verbrannten Erde des Kapitals« nachzudenken. Wor&#252;ber denn sonst? Ist die Aufhebung des Kapitalismus eine Illusion?&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Retep: Die Skepsis von R. Kurz kann ich nachvollziehen. Gleichwohl bleibt uns nichts anderes &#252;brig als uns in die praktischen Auseinandersetzungen zu begeben und waren- und wertkritische Positionen zur Geltung zu bringen. Dass dies nicht so fruchtlos ist, zeigt aus meiner Sicht <a href="../../../09/22/halbinseln-gegen-den-strom/">Friederike Habermann in ihrem Buch</a>. F&#252;r jegliche Formen der Glorifizierung ist allerdings kein Platz. Aber muss ja auch nicht sein.</p>
<p>Inhaltlich falsch finde ich die Aussage, dass es eine Illusion sei, &#252;ber »&#8217;andere&#8217; Produktions- und Lebensweisen auf der verbrannten Erde des Kapitals« nachzudenken. Wor&#252;ber denn sonst? Ist die Aufhebung des Kapitalismus eine Illusion?</p>
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		<title>Von: Retep</title>
		<link>http://www.keimform.de/2009/11/13/welche-uni/#comment-16950</link>
		<dc:creator>Retep</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 14:26:11 +0000</pubDate>
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		<description>Weniger schmeichelhafte Worte zur sog. &quot;solidarischen &#214;konomie&quot; findet Robert Kurz in einem neueren Text (&quot;Weltwirtschaftskrise, soziale Bewegung und Sozialismus. 12 Thesen&quot;).Nachzulesen hier:

http://www.exit-online.org/textanz1.php?tabelle=aktuelles&amp;index=0&amp;posnr=445

Zitat:

&quot;Die dr&#228;ngende Frage einer gesellschaftlichen Planung der Ressourcen erscheint nur in einer perversen Form als Verstaatlichung der Krise. Andererseits macht sich komplement&#228;r zum &#039;linken&#039; Krisenkeynesianismus das Programm einer &#039;solidarischen &#214;konomie&#039; geltend, die am kapitalistischen Vergesellschaftungs-Zusammenhang vorbei in partikularen Alternativstrukturen (kleinen Genossenschaften, selbstausbeuterischen Kommunen, Nachbarschaftshilfe, Schrebergarten-Subsistenz, regionalen Alternativw&#228;hrungen usw.) die Illusion einer &#039;anderen&#039; Produktions- und Lebensweise auf der verbrannten Erde des Kapitals propagiert und von der Krisenverwaltung vereinnahmt werden k&#246;nnte.&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Weniger schmeichelhafte Worte zur sog. &#8220;solidarischen &#214;konomie&#8221; findet Robert Kurz in einem neueren Text (&#8220;Weltwirtschaftskrise, soziale Bewegung und Sozialismus. 12 Thesen&#8221;).Nachzulesen hier:</p>
<p><a href="http://www.exit-online.org/textanz1.php?tabelle=aktuelles&amp;index=0&amp;posnr=445" rel="nofollow"></a><a href='http://www.exit-online.org/textanz1.php?tabelle=aktuelles&amp;index=0&amp;posnr=445'>http://www.exit-online.org/textanz1.php?tabelle=aktuelles&amp;index=0&amp;posnr=445</a></p>
<p>Zitat:</p>
<p>&#8220;Die dr&#228;ngende Frage einer gesellschaftlichen Planung der Ressourcen erscheint nur in einer perversen Form als Verstaatlichung der Krise. Andererseits macht sich komplement&#228;r zum &#8216;linken&#8217; Krisenkeynesianismus das Programm einer &#8217;solidarischen &#214;konomie&#8217; geltend, die am kapitalistischen Vergesellschaftungs-Zusammenhang vorbei in partikularen Alternativstrukturen (kleinen Genossenschaften, selbstausbeuterischen Kommunen, Nachbarschaftshilfe, Schrebergarten-Subsistenz, regionalen Alternativw&#228;hrungen usw.) die Illusion einer &#8216;anderen&#8217; Produktions- und Lebensweise auf der verbrannten Erde des Kapitals propagiert und von der Krisenverwaltung vereinnahmt werden k&#246;nnte.&#8221;</p>
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		<title>Von: Andreas Exner</title>
		<link>http://www.keimform.de/2009/11/13/welche-uni/#comment-16949</link>
		<dc:creator>Andreas Exner</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 16:12:35 +0000</pubDate>
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		<description>Solidarische &#214;konomie ist ein komplexer und zu entwickelner Diskurs - ebenso wie ein Feld von Praxen. Als solche geht Solidarische &#214;konomie andere Wege als die Alternativbewegung der 1970er Jahre - deren Scheitern wird vielfach reflektiert; wenngleich zum Teil noch unzureichend, manchmal auch mit den falschen Argumenten. Abgelehnt wird von den meisten im Diskurs Aktiven eine Idee von Solidarischer &#214;konomie als &quot;Nische&quot;. Weiters gibt es ein starkes Element, das &#196;quivalententausch ablehnt. Die Notwendigkeit einer solidarischen Art der Vernetzung zwischen solidar&#246;konomischen Zusammenh&#228;ngen wird betont (vor dem Hintergrund des Scheiterns der alten Alternativbewegung) - auch wenn die Debatte und Praxis dahingehend noch nicht weit gediehen ist. Weiters gibt es einen nicht unwesentlichen Strang, der solidarische &#214;konomie als Teil des Alltags auch im Kapitalismus begreift, das Konzept also nicht &quot;das Unternehmen&quot;, und sei es ein &quot;alternatives&quot; im ausschlie&#223;lichen Fokus hat. Dass diese solidarischen &#214;konomie f&#252;r den Kapitalismus funktional sind/sein k&#246;nnen, wird reflektiert. Alles in allem eine Debatte, der sich zu widmen lohnt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Solidarische &#214;konomie ist ein komplexer und zu entwickelner Diskurs &#8211; ebenso wie ein Feld von Praxen. Als solche geht Solidarische &#214;konomie andere Wege als die Alternativbewegung der 1970er Jahre &#8211; deren Scheitern wird vielfach reflektiert; wenngleich zum Teil noch unzureichend, manchmal auch mit den falschen Argumenten. Abgelehnt wird von den meisten im Diskurs Aktiven eine Idee von Solidarischer &#214;konomie als &#8220;Nische&#8221;. Weiters gibt es ein starkes Element, das &#196;quivalententausch ablehnt. Die Notwendigkeit einer solidarischen Art der Vernetzung zwischen solidar&#246;konomischen Zusammenh&#228;ngen wird betont (vor dem Hintergrund des Scheiterns der alten Alternativbewegung) &#8211; auch wenn die Debatte und Praxis dahingehend noch nicht weit gediehen ist. Weiters gibt es einen nicht unwesentlichen Strang, der solidarische &#214;konomie als Teil des Alltags auch im Kapitalismus begreift, das Konzept also nicht &#8220;das Unternehmen&#8221;, und sei es ein &#8220;alternatives&#8221; im ausschlie&#223;lichen Fokus hat. Dass diese solidarischen &#214;konomie f&#252;r den Kapitalismus funktional sind/sein k&#246;nnen, wird reflektiert. Alles in allem eine Debatte, der sich zu widmen lohnt.</p>
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		<title>Von: Communist</title>
		<link>http://www.keimform.de/2009/11/13/welche-uni/#comment-16948</link>
		<dc:creator>Communist</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 14:37:51 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Solidarische &#214;konomie&quot; als Neuauflage der abgelebten Alternativbewegung der 70er Jahre (Verwertung ja, aber ohne Chef und in &quot;selbstbestimmten&quot; Alternativklitschen) &#228;ndert nichts an der kapitalistischen Misere!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Solidarische &#214;konomie&#8221; als Neuauflage der abgelebten Alternativbewegung der 70er Jahre (Verwertung ja, aber ohne Chef und in &#8220;selbstbestimmten&#8221; Alternativklitschen) &#228;ndert nichts an der kapitalistischen Misere!</p>
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