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	<title>Kommentare für keimform.de</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
	<lastBuildDate>Fri, 19 Mar 2010 20:53:31 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kommentar zu Wachstumsr&#252;cknahme? von Benni</title>
		<link>http://www.keimform.de/2010/03/18/wachstumsruecknahme/#comment-17909</link>
		<dc:creator>Benni</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 20:53:31 +0000</pubDate>
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		<description>@Stefan: unter wiwis sind G&#252;ter alle Waren und Dienstleistungen (siehe zB Definition vom BIP). Dienstleistungen sind also G&#252;ter aber keine Waren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Stefan: unter wiwis sind G&#252;ter alle Waren und Dienstleistungen (siehe zB Definition vom BIP). Dienstleistungen sind also G&#252;ter aber keine Waren.</p>
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		<title>Kommentar zu Wachstumsr&#252;cknahme? von Martin</title>
		<link>http://www.keimform.de/2010/03/18/wachstumsruecknahme/#comment-17908</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 17:04:51 +0000</pubDate>
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		<description>Ska-P ist eine sehr gute Band, ich habe die Platte selbst und andere von ihnen auch. Aber halt klassische Globalisierungskritik, die (wie wir wissen) leicht in die Falle der verk&#252;rzten Kapitalismuskritik tappt. Die ist oft gar nicht explizit antisemitisch, aber f&#252;hrt schon sehr in die Richtung und den noch fehlenden Denkschritt (die explizite Verbindung &quot;Profitgier = j&#252;disch&quot;) haben die Antisemiten eh l&#228;ngst verinnerlicht ...

Es geht also nicht um eine explizit antisemitische Intention, die sicher weder bei Ska-P noch bei den Machern des Sugar economy-Plakats vorliegt, sondern dass man sich (ohne es zu wissen) in bestimmten Darstellungstraditionen bedient, die dann wieder bestimmte Projektionsmuster aufrufen.

Die beiden verlinkten Seiten habe ich ja &#252;brigens nicht des Inhalts wegen zitiert (wobei die eine &#252;brigens eine &lt;strong&gt;Verteidigung &lt;/strong&gt;des Ferkelbuchs darstellt), sondern weil sie Listen mit Merkmalen der klassischen antisemitischen Darstellungen liefern. Ich hatte auf die Schnelle keine besseren solchen Listen gefunden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ska-P ist eine sehr gute Band, ich habe die Platte selbst und andere von ihnen auch. Aber halt klassische Globalisierungskritik, die (wie wir wissen) leicht in die Falle der verk&#252;rzten Kapitalismuskritik tappt. Die ist oft gar nicht explizit antisemitisch, aber f&#252;hrt schon sehr in die Richtung und den noch fehlenden Denkschritt (die explizite Verbindung &#8220;Profitgier = j&#252;disch&#8221;) haben die Antisemiten eh l&#228;ngst verinnerlicht &#8230;</p>
<p>Es geht also nicht um eine explizit antisemitische Intention, die sicher weder bei Ska-P noch bei den Machern des Sugar economy-Plakats vorliegt, sondern dass man sich (ohne es zu wissen) in bestimmten Darstellungstraditionen bedient, die dann wieder bestimmte Projektionsmuster aufrufen.</p>
<p>Die beiden verlinkten Seiten habe ich ja &#252;brigens nicht des Inhalts wegen zitiert (wobei die eine &#252;brigens eine <strong>Verteidigung </strong>des Ferkelbuchs darstellt), sondern weil sie Listen mit Merkmalen der klassischen antisemitischen Darstellungen liefern. Ich hatte auf die Schnelle keine besseren solchen Listen gefunden.</p>
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		<title>Kommentar zu Wachstumsr&#252;cknahme? von Christian Siefkes</title>
		<link>http://www.keimform.de/2010/03/18/wachstumsruecknahme/#comment-17907</link>
		<dc:creator>Christian Siefkes</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 16:35:15 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;@Martin: Wobei die linke spanische Band &lt;a class=&quot;reference external&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Ska-P&quot;&gt;Ska-P&lt;/a&gt; und das religionskritische „&lt;a class=&quot;reference external&quot; href=&quot;http://www.ferkelbuch.de/&quot;&gt;Ferkelbuch&lt;/a&gt;“ nun sicherlich nicht antisemitisch sind bzw. sein wollen, insofern taugen die verlinkten Beispiele nicht wirklich. Da w&#252;rde ich mich eher fragen, ob hier nicht klischeehafte (und zweifellos platte) Kapitalistendarstellungen im Stil von &lt;a class=&quot;reference external&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Seyfried&quot;&gt;Gerhard Seyfried&lt;/a&gt; voreilig als antisemitisch denunziert werden, was gut zur „Extremismusthese“ (Rechte und Linke sind beide b&#246;se und beide auch irgendwie gleich) der Bundesbeh&#246;rden  passt.&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Martin: Wobei die linke spanische Band <a class="reference external" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ska-P">Ska-P</a> und das religionskritische „<a class="reference external" href="http://www.ferkelbuch.de/">Ferkelbuch</a>“ nun sicherlich nicht antisemitisch sind bzw. sein wollen, insofern taugen die verlinkten Beispiele nicht wirklich. Da w&#252;rde ich mich eher fragen, ob hier nicht klischeehafte (und zweifellos platte) Kapitalistendarstellungen im Stil von <a class="reference external" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Seyfried">Gerhard Seyfried</a> voreilig als antisemitisch denunziert werden, was gut zur „Extremismusthese“ (Rechte und Linke sind beide b&#246;se und beide auch irgendwie gleich) der Bundesbeh&#246;rden  passt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Wachstumsr&#252;cknahme? von Martin</title>
		<link>http://www.keimform.de/2010/03/18/wachstumsruecknahme/#comment-17906</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 15:35:46 +0000</pubDate>
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		<description>@1 und 3: Habe nochmal recherchiert - &lt;a href=&quot;http://www.politische-bildung-brandenburg.de/extrem/graeben.htm&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; werden (anl&#228;sslich eines Plattencovers) folgende Merkmale als &quot;klassische antisemitische Zuschreibungen&quot; genannt: &quot;wulstiges Gesicht, breite Lippen, Hakennase, buschige Augenbrauen&quot;. Wulstiges Gesicht und buschige Augenbrauen sind auf dem Bild deutlich sichtbar; die breiten Lippen auf den zweiten Blick (rechts und links und als fetter Wulst unter der Nase; sieht man gut im Vergleich mit dem kritisierten Plattencover). Die fliehende Stirn &lt;a href=&quot;http://hpd.de/node/3789&quot;&gt;geh&#246;rt ebenfalls zu den klassischen Merkmalen&lt;/a&gt;; sie, die Dollarscheine und das breite, allzuwei&#223;e Grinsen sind &#252;brigens ebenfalls auf dem (von der Landeszentrale f&#252;r polit. Bildung als antisemitisch eingestuften) Plattencover drauf ...

Naja, ich will nicht behaupten, dass das Bild antisemitisch ist, aber es kommt solchen Darstellungen jedenfalls gef&#228;hrlich nahe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@1 und 3: Habe nochmal recherchiert &#8211; <a href="http://www.politische-bildung-brandenburg.de/extrem/graeben.htm">hier</a> werden (anl&#228;sslich eines Plattencovers) folgende Merkmale als &#8220;klassische antisemitische Zuschreibungen&#8221; genannt: &#8220;wulstiges Gesicht, breite Lippen, Hakennase, buschige Augenbrauen&#8221;. Wulstiges Gesicht und buschige Augenbrauen sind auf dem Bild deutlich sichtbar; die breiten Lippen auf den zweiten Blick (rechts und links und als fetter Wulst unter der Nase; sieht man gut im Vergleich mit dem kritisierten Plattencover). Die fliehende Stirn <a href="http://hpd.de/node/3789">geh&#246;rt ebenfalls zu den klassischen Merkmalen</a>; sie, die Dollarscheine und das breite, allzuwei&#223;e Grinsen sind &#252;brigens ebenfalls auf dem (von der Landeszentrale f&#252;r polit. Bildung als antisemitisch eingestuften) Plattencover drauf &#8230;</p>
<p>Naja, ich will nicht behaupten, dass das Bild antisemitisch ist, aber es kommt solchen Darstellungen jedenfalls gef&#228;hrlich nahe.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Wachstumsr&#252;cknahme? von StefanMz</title>
		<link>http://www.keimform.de/2010/03/18/wachstumsruecknahme/#comment-17905</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 13:59:43 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;@Benni: Haha, stimmt, da sind wohl viele Bugs drin! Nee, ich meinte eigentlich, dass Dienstleistung zwar als »&#246;konomisches Gut«, dann aber nicht als »Ware« bezeichnet wird. Ware wird hier als ausschlie&#223;liches stoffliches &#246;konomisches Gut verwendet, aber so bl&#246;d kann die Wiwi doch nicht sein, oder?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ansonsten glaube ich, dass ein einfacher Austausch einiger Worte nicht ausreicht, da dahinter -- wie du schon richtig geschrieben hast -- unterschiedliche Begriffe stehen. Versuchs mal, das klingt echt schief (mal abgesehen davon, dass das keine 3 Sekunden in der Wikipedia &#252;berleben w&#252;rde).&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Benni: Haha, stimmt, da sind wohl viele Bugs drin! Nee, ich meinte eigentlich, dass Dienstleistung zwar als »&#246;konomisches Gut«, dann aber nicht als »Ware« bezeichnet wird. Ware wird hier als ausschlie&#223;liches stoffliches &#246;konomisches Gut verwendet, aber so bl&#246;d kann die Wiwi doch nicht sein, oder?</p>
<p>Ansonsten glaube ich, dass ein einfacher Austausch einiger Worte nicht ausreicht, da dahinter &#8212; wie du schon richtig geschrieben hast &#8212; unterschiedliche Begriffe stehen. Versuchs mal, das klingt echt schief (mal abgesehen davon, dass das keine 3 Sekunden in der Wikipedia &#252;berleben w&#252;rde).</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Wachstumsr&#252;cknahme? von Benni</title>
		<link>http://www.keimform.de/2010/03/18/wachstumsruecknahme/#comment-17904</link>
		<dc:creator>Benni</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 12:56:27 +0000</pubDate>
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		<description>@Stefan: Dann w&#252;rdest Du den Begriff verwenden, wenn in der Wikipediadefinition von &quot;Bed&#252;rfnis&quot; statt &quot;Bedarf&quot; und von &quot;notwendige T&#228;tigkeit&quot; statt von &quot;Gut&quot; die Rede w&#228;re?

Der &quot;Fehler&quot; ist nat&#252;rlich, dass da auf einmal doch von &quot;Bed&#252;rfnis&quot; die Rede ist. Das zeigt nur, dass Deine Begriffsunterscheidung nicht Allgemeingut ist ;-) Habs mal in der WP ge&#228;ndert, mal gucken wie lang es drinnen bleibt...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Stefan: Dann w&#252;rdest Du den Begriff verwenden, wenn in der Wikipediadefinition von &#8220;Bed&#252;rfnis&#8221; statt &#8220;Bedarf&#8221; und von &#8220;notwendige T&#228;tigkeit&#8221; statt von &#8220;Gut&#8221; die Rede w&#228;re?</p>
<p>Der &#8220;Fehler&#8221; ist nat&#252;rlich, dass da auf einmal doch von &#8220;Bed&#252;rfnis&#8221; die Rede ist. Das zeigt nur, dass Deine Begriffsunterscheidung nicht Allgemeingut ist <img src='http://www.keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Habs mal in der WP ge&#228;ndert, mal gucken wie lang es drinnen bleibt&#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Wachstumsr&#252;cknahme? von StefanMz</title>
		<link>http://www.keimform.de/2010/03/18/wachstumsruecknahme/#comment-17903</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 11:48:08 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;@Benni: In der Definition ist nicht zuf&#228;llig von »Bedarf« die Rede, der in der Wirtschaftswissenschaft nur das &lt;em&gt;kaufkr&#228;ftige Bed&#252;rfnis&lt;/em&gt; ist. Au&#223;erdem geht&#039;s tats&#228;chlich nur um G&#252;ter und nicht um andere notwendige T&#228;tigkeiten, die keine G&#252;terform annehmen. Also etwa das, was Hardt/Negri affektive Arbeit nennen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als Gut k&#246;nnte man auch Dienstleistungen fassen, aber eigentlich steckt dahinter wieder die Ware, die aus einer bisherigen notwendigen T&#228;tigkeit ein vermarktbares Gut macht. Das vermarktbare nichtstoffliche »Gut« heisst dann »Dienstleistung«. Ein gutes Beispiel finde ich auch hier wieder die Pfleget&#228;tigkeiten: Wer seine Angeh&#246;rigen (oder sonstwen) pflegt, w&#252;rde nicht in Begriffen eines »Dienstes« denken, den er/sie hier »leiste«. Das gleiche ist jedoch v&#246;llig selbstverst&#228;ndlich, wenn die Pfleget&#228;tigkeit eingekauft wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wikipedia ist hier wiederum eindeutig (und falsch -- wer findet den Fehler?):&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine &lt;strong&gt;Dienstleistung&lt;/strong&gt; im Sinne der &lt;a title=&quot;Volkswirtschaftslehre&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Volkswirtschaftslehre&quot;&gt;Volkswirtschaftslehre&lt;/a&gt; ist ein &lt;a class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;&#214;konomisches Gut&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96konomisches_Gut&quot;&gt;&#246;konomisches Gut&lt;/a&gt;, bei dem im Unterschied zur &lt;a title=&quot;Ware&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Ware&quot;&gt;Ware&lt;/a&gt; nicht die materielle &lt;a title=&quot;Produktion&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Produktion&quot;&gt;Produktion&lt;/a&gt; oder der materielle Wert eines Endproduktes im Vordergrund steht, sondern eine von einer &lt;a title=&quot;Nat&#252;rliche Person&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Nat%C3%BCrliche_Person&quot;&gt;nat&#252;rlichen Person&lt;/a&gt; oder einer &lt;a title=&quot;Juristische Person&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Juristische_Person&quot;&gt;juristischen Person&lt;/a&gt; zu einem Zeitpunkt oder in einem Zeitrahmen erbrachte Leistung zur Befriedigung eines Bed&#252;rfnisses. Der Erbringer einer solchen Leistung wird als &lt;a title=&quot;Dienstleister&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Dienstleister&quot;&gt;Dienstleister&lt;/a&gt; bezeichnet.&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Benni: In der Definition ist nicht zuf&#228;llig von »Bedarf« die Rede, der in der Wirtschaftswissenschaft nur das <em>kaufkr&#228;ftige Bed&#252;rfnis</em> ist. Au&#223;erdem geht&#8217;s tats&#228;chlich nur um G&#252;ter und nicht um andere notwendige T&#228;tigkeiten, die keine G&#252;terform annehmen. Also etwa das, was Hardt/Negri affektive Arbeit nennen.</p>
<p>Als Gut k&#246;nnte man auch Dienstleistungen fassen, aber eigentlich steckt dahinter wieder die Ware, die aus einer bisherigen notwendigen T&#228;tigkeit ein vermarktbares Gut macht. Das vermarktbare nichtstoffliche »Gut« heisst dann »Dienstleistung«. Ein gutes Beispiel finde ich auch hier wieder die Pfleget&#228;tigkeiten: Wer seine Angeh&#246;rigen (oder sonstwen) pflegt, w&#252;rde nicht in Begriffen eines »Dienstes« denken, den er/sie hier »leiste«. Das gleiche ist jedoch v&#246;llig selbstverst&#228;ndlich, wenn die Pfleget&#228;tigkeit eingekauft wird.</p>
<p>Wikipedia ist hier wiederum eindeutig (und falsch &#8212; wer findet den Fehler?):</p>
<p>Eine <strong>Dienstleistung</strong> im Sinne der <a title="Volkswirtschaftslehre" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Volkswirtschaftslehre">Volkswirtschaftslehre</a> ist ein <a class="mw-redirect" title="&#214;konomisches Gut" href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96konomisches_Gut">&#246;konomisches Gut</a>, bei dem im Unterschied zur <a title="Ware" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ware">Ware</a> nicht die materielle <a title="Produktion" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Produktion">Produktion</a> oder der materielle Wert eines Endproduktes im Vordergrund steht, sondern eine von einer <a title="Nat&#252;rliche Person" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nat%C3%BCrliche_Person">nat&#252;rlichen Person</a> oder einer <a title="Juristische Person" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Juristische_Person">juristischen Person</a> zu einem Zeitpunkt oder in einem Zeitrahmen erbrachte Leistung zur Befriedigung eines Bed&#252;rfnisses. Der Erbringer einer solchen Leistung wird als <a title="Dienstleister" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dienstleister">Dienstleister</a> bezeichnet.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Wachstumsr&#252;cknahme? von Benni</title>
		<link>http://www.keimform.de/2010/03/18/wachstumsruecknahme/#comment-17902</link>
		<dc:creator>Benni</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 11:18:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2815#comment-17902</guid>
		<description>Wikipedia:

&quot;Die &lt;strong&gt;Wirtschaft&lt;/strong&gt; oder &lt;strong&gt;&#214;konomie&lt;/strong&gt; ist die Gesamtheit aller &lt;a title=&quot;Wirtschaftseinheit&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftseinheit&quot;&gt;Einrichtungen&lt;/a&gt; und Handlungen, die der planvollen Deckung des menschlichen &lt;a title=&quot;Bedarf&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Bedarf&quot;&gt;Bedarfs&lt;/a&gt; dienen. Zu den wirtschaftlichen Einrichtungen geh&#246;ren &lt;a title=&quot;Unternehmen&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmen&quot;&gt;Unternehmen&lt;/a&gt;, &lt;a title=&quot;Privathaushalt&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Privathaushalt&quot;&gt;private&lt;/a&gt; und &lt;a title=&quot;&#214;ffentlicher Haushalt&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ffentlicher_Haushalt&quot;&gt;&#246;ffentliche Haushalte&lt;/a&gt;, zu den Handlungen des Wirtschaftens &lt;a title=&quot;Produktion&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Produktion&quot;&gt;Herstellung&lt;/a&gt;, &lt;a title=&quot;Konsum&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Konsum&quot;&gt;Verbrauch&lt;/a&gt;, Umlauf und &lt;a title=&quot;Allokation (Wirtschaftswissenschaft)&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Allokation_%28Wirtschaftswissenschaft%29&quot;&gt;Verteilung&lt;/a&gt; von &lt;a title=&quot;&#214;konomisches Gut&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96konomisches_Gut&quot;&gt;G&#252;tern&lt;/a&gt;. Solche Zusammenh&#228;nge bestehen zum Beispiel auf &lt;a title=&quot;Weltwirtschaft&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaft&quot;&gt;welt-&lt;/a&gt;, &lt;a title=&quot;Volkswirtschaft&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Volkswirtschaft&quot;&gt;volks-&lt;/a&gt;, stadt- und betriebswirtschaftlicher Ebene.&quot;

das ist also durchaus nicht so weit weg von Stefans Anliegen, oder? Warum kommen da eigentlich Dienstleistungen nicht vor? Ist das ein Bug?

... ansonsten finde ich diese Diskussionen dar&#252;ber welchen Begriff &quot;man&quot; sich wieder aneignet m&#252;sste m&#252;&#223;ig. Es geht darum sich die Produktionsweise anzueignen und nicht irgendwelche Begriffe. Das ist doch schon ein instrumentelles Verh&#228;ltnis zur &#214;ffentlichkeit, dass darin zum Ausdruck kommt: Wie verwende ich Begriffe um &quot;die Leute&quot; zu irgendwas zu bringen. Naja Politik halt, das f&#252;hrt zu nix. Statt dessen frage ich mich, welche Begriffe &lt;em&gt;mir&lt;/em&gt; was bringen in &lt;em&gt;meinem&lt;/em&gt; Verstehen der Welt. Erst dann kann man sich die Frage stellen, ob dieses neue Verstehen vielleicht auch andere inspirieren k&#246;nnte und mit welchen &lt;em&gt;Worten&lt;/em&gt; (nicht Begriffen!) man das transportieren kann.

Deswegen ist ja auch &quot;Commons Based Peer Production&quot; ein sch&#246;ner Begriff in unsch&#246;ner Wortwahl.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wikipedia:</p>
<p>&#8220;Die <strong>Wirtschaft</strong> oder <strong>&#214;konomie</strong> ist die Gesamtheit aller <a title="Wirtschaftseinheit" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftseinheit">Einrichtungen</a> und Handlungen, die der planvollen Deckung des menschlichen <a title="Bedarf" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bedarf">Bedarfs</a> dienen. Zu den wirtschaftlichen Einrichtungen geh&#246;ren <a title="Unternehmen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmen">Unternehmen</a>, <a title="Privathaushalt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Privathaushalt">private</a> und <a title="&#214;ffentlicher Haushalt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ffentlicher_Haushalt">&#246;ffentliche Haushalte</a>, zu den Handlungen des Wirtschaftens <a title="Produktion" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Produktion">Herstellung</a>, <a title="Konsum" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konsum">Verbrauch</a>, Umlauf und <a title="Allokation (Wirtschaftswissenschaft)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Allokation_%28Wirtschaftswissenschaft%29">Verteilung</a> von <a title="&#214;konomisches Gut" href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96konomisches_Gut">G&#252;tern</a>. Solche Zusammenh&#228;nge bestehen zum Beispiel auf <a title="Weltwirtschaft" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaft">welt-</a>, <a title="Volkswirtschaft" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Volkswirtschaft">volks-</a>, stadt- und betriebswirtschaftlicher Ebene.&#8221;</p>
<p>das ist also durchaus nicht so weit weg von Stefans Anliegen, oder? Warum kommen da eigentlich Dienstleistungen nicht vor? Ist das ein Bug?</p>
<p>&#8230; ansonsten finde ich diese Diskussionen dar&#252;ber welchen Begriff &#8220;man&#8221; sich wieder aneignet m&#252;sste m&#252;&#223;ig. Es geht darum sich die Produktionsweise anzueignen und nicht irgendwelche Begriffe. Das ist doch schon ein instrumentelles Verh&#228;ltnis zur &#214;ffentlichkeit, dass darin zum Ausdruck kommt: Wie verwende ich Begriffe um &#8220;die Leute&#8221; zu irgendwas zu bringen. Naja Politik halt, das f&#252;hrt zu nix. Statt dessen frage ich mich, welche Begriffe <em>mir</em> was bringen in <em>meinem</em> Verstehen der Welt. Erst dann kann man sich die Frage stellen, ob dieses neue Verstehen vielleicht auch andere inspirieren k&#246;nnte und mit welchen <em>Worten</em> (nicht Begriffen!) man das transportieren kann.</p>
<p>Deswegen ist ja auch &#8220;Commons Based Peer Production&#8221; ein sch&#246;ner Begriff in unsch&#246;ner Wortwahl.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Oya: Wovon wir alle leben von Neuheide</title>
		<link>http://www.keimform.de/2010/03/05/oya-wovon-wir-alle-leben/#comment-17901</link>
		<dc:creator>Neuheide</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 11:12:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2781#comment-17901</guid>
		<description>&lt;blockquote&gt;

&quot;Zur Esoterik w&#252;rde ich u.a. die Zuwendung zu G&#246;ttern/Religionen/religi&#246;sen Praktiken rechnen, die nicht aus dem eigenen Kulturkreis kommen. F&#252;r die Yoruba ist ihre G&#246;ttin nat&#252;rlich nicht esoterisch, f&#252;r uns (Mitteleurop&#228;er) schon.

&lt;/blockquote&gt;

Gegenfrage: F&#252;r die Yoruba ist dann die Verehrung von Jahwe esoterisch? Das Interessante ist, dass westliche Religions- und Esoterikkritiker sehr oft diffuse und implizite ahistorische kulturelle Reinheitskonzepte verfolgen (die &quot;origin&#228;re Religion&quot; etc.), die an v&#246;lkischem Denken haarscharf vorbeischrammen.

(Ebenso wie sie selten die Brille der christlichen Kolonialethnologie abgelegt haben, aus der sich auch ihr rationales &#220;berlegenheitsgef&#252;hl bei der Enttarnung von &quot;religi&#246;sem Humbug&quot;speisst. Das wird dann r&#252;ck&#252;bertragen auf neue religi&#246;se und weltanschauliche Bewegungen und Subkulturen im Kerngebiet der Zivilisation.)

Interessant ist ansonsten wie der User &quot;Martin&quot; flugs den Bogen schl&#228;gt von der Haltung, dass Religionen einen Wert haben k&#246;nnen, zu der Erw&#228;hnung eines  philosphischen Nazi-Lehrers. Nicht dass solche Brandmarkung neu ist: Esoterikkritik, die der Versuchung widersteht,  die eigene kulturelle Bekehrungslibido als Mission gegen Abh&#228;ngigkeit und Tyrannei zu rationalisieren, ist hierzulande immer noch selten zu finden.

Und wenn wir gerade bei Vorurteilen sind: Diese  - und ebenso Stereotypen, Brandmarkungen, Klischees  - sind gerade bei der mitteleurop&#228;ischen Auseinandersetzung  mit esoterischen, okkulten, religi&#246;sen, animistischen Traditionen und Kulturen Legion. Das gilt aber als schick. Man klopft sich auf die Schulter und gef&#228;llt sich in dem Habitus.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p>&#8220;Zur Esoterik w&#252;rde ich u.a. die Zuwendung zu G&#246;ttern/Religionen/religi&#246;sen Praktiken rechnen, die nicht aus dem eigenen Kulturkreis kommen. F&#252;r die Yoruba ist ihre G&#246;ttin nat&#252;rlich nicht esoterisch, f&#252;r uns (Mitteleurop&#228;er) schon.</p>
</blockquote>
<p>Gegenfrage: F&#252;r die Yoruba ist dann die Verehrung von Jahwe esoterisch? Das Interessante ist, dass westliche Religions- und Esoterikkritiker sehr oft diffuse und implizite ahistorische kulturelle Reinheitskonzepte verfolgen (die &#8220;origin&#228;re Religion&#8221; etc.), die an v&#246;lkischem Denken haarscharf vorbeischrammen.</p>
<p>(Ebenso wie sie selten die Brille der christlichen Kolonialethnologie abgelegt haben, aus der sich auch ihr rationales &#220;berlegenheitsgef&#252;hl bei der Enttarnung von &#8220;religi&#246;sem Humbug&#8221;speisst. Das wird dann r&#252;ck&#252;bertragen auf neue religi&#246;se und weltanschauliche Bewegungen und Subkulturen im Kerngebiet der Zivilisation.)</p>
<p>Interessant ist ansonsten wie der User &#8220;Martin&#8221; flugs den Bogen schl&#228;gt von der Haltung, dass Religionen einen Wert haben k&#246;nnen, zu der Erw&#228;hnung eines  philosphischen Nazi-Lehrers. Nicht dass solche Brandmarkung neu ist: Esoterikkritik, die der Versuchung widersteht,  die eigene kulturelle Bekehrungslibido als Mission gegen Abh&#228;ngigkeit und Tyrannei zu rationalisieren, ist hierzulande immer noch selten zu finden.</p>
<p>Und wenn wir gerade bei Vorurteilen sind: Diese  &#8211; und ebenso Stereotypen, Brandmarkungen, Klischees  &#8211; sind gerade bei der mitteleurop&#228;ischen Auseinandersetzung  mit esoterischen, okkulten, religi&#246;sen, animistischen Traditionen und Kulturen Legion. Das gilt aber als schick. Man klopft sich auf die Schulter und gef&#228;llt sich in dem Habitus.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Wachstumsr&#252;cknahme? von StefanMz</title>
		<link>http://www.keimform.de/2010/03/18/wachstumsruecknahme/#comment-17900</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 09:36:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2815#comment-17900</guid>
		<description>&lt;p&gt;@Hanno: Grunds&#228;tzliche Widerspr&#252;che sind prima:-)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich m&#246;chte grunds&#228;tzlich gegen deinen Einspruch argumentieren und behaupten, dass konkreter Reichtum -- wie ich ihn als Denkmodell und Alternative zum abstrakten Reichtum anbiete -- niemals im quantitativen Sinne »endlos« wachsen kann. Denn der konkrete Reichtum schlie&#223;t alle unsere Lebensbedingungen ein, also auch jene, die unsere Zukunft beeintr&#228;chtigen. Wenn wir unsere Lebensbedingungen im umfassenden Sinne &lt;em&gt;herstellen&lt;/em&gt;, werden wir alle Bedingungen einbeziehen m&#252;ssen, also auch die objektiven Grenzen des Planeten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Problem ist Abstraktion und damit Ma&#223;losigkeit und Dynamik (wie im Artikel dargestellt). Dies aber, um das noch mal deutlich zu sagen, ist kein personales, sondern ein strukturelles Problem.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich bin auch sicher, dass sich die Imperative menschlichen Handelns &#228;ndern werden, wenn aller Reichtum konkret ist. Unter der Dominanz des abstrakten Reichtums lautet das b&#252;rgerliche Imperativ: »Mach watte wills, solange du keim andern schadest«. Das ist der Imperativ des isolierten Individuums. Abstraktion von Reichtum ist auch Abstraktion (=Absehung) der Individuen voneinander. Die Armut der Anderen ist ertr&#228;glich, denn ich habe nichts mit ihnen zu tun.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Imperativ des konkreten Reichtums lautet dagegen: »Entfalte deine Individualit&#228;t als Bedingung f&#252;r die Entfaltung aller und umgekehrt«. Das ist der Imperativ des gesellschaftlichen Menschen in einer freien Gesellschaft. Es ist nicht zuf&#228;llig der Commons-Imperativ. Die Armut der Anderen wird damit unertr&#228;glich, weil sie meine Entfaltung besch&#228;digt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ok, war jetzt ein wenig philosophisch.&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Hanno: Grunds&#228;tzliche Widerspr&#252;che sind prima:-)</p>
<p>Ich m&#246;chte grunds&#228;tzlich gegen deinen Einspruch argumentieren und behaupten, dass konkreter Reichtum &#8212; wie ich ihn als Denkmodell und Alternative zum abstrakten Reichtum anbiete &#8212; niemals im quantitativen Sinne »endlos« wachsen kann. Denn der konkrete Reichtum schlie&#223;t alle unsere Lebensbedingungen ein, also auch jene, die unsere Zukunft beeintr&#228;chtigen. Wenn wir unsere Lebensbedingungen im umfassenden Sinne <em>herstellen</em>, werden wir alle Bedingungen einbeziehen m&#252;ssen, also auch die objektiven Grenzen des Planeten.</p>
<p>Das Problem ist Abstraktion und damit Ma&#223;losigkeit und Dynamik (wie im Artikel dargestellt). Dies aber, um das noch mal deutlich zu sagen, ist kein personales, sondern ein strukturelles Problem.</p>
<p>Ich bin auch sicher, dass sich die Imperative menschlichen Handelns &#228;ndern werden, wenn aller Reichtum konkret ist. Unter der Dominanz des abstrakten Reichtums lautet das b&#252;rgerliche Imperativ: »Mach watte wills, solange du keim andern schadest«. Das ist der Imperativ des isolierten Individuums. Abstraktion von Reichtum ist auch Abstraktion (=Absehung) der Individuen voneinander. Die Armut der Anderen ist ertr&#228;glich, denn ich habe nichts mit ihnen zu tun.</p>
<p>Das Imperativ des konkreten Reichtums lautet dagegen: »Entfalte deine Individualit&#228;t als Bedingung f&#252;r die Entfaltung aller und umgekehrt«. Das ist der Imperativ des gesellschaftlichen Menschen in einer freien Gesellschaft. Es ist nicht zuf&#228;llig der Commons-Imperativ. Die Armut der Anderen wird damit unertr&#228;glich, weil sie meine Entfaltung besch&#228;digt.</p>
<p>Ok, war jetzt ein wenig philosophisch.</p>
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